Am vergangenen Wochenende hat der Potsdamer SV das 9. Hoyerswerdaer 24-Stunden-Schwimmen gewonnen. Platz 2 belegte der Gastgeber, der Post SV Görlitz erschwamm sich den dritten Platz. Das Protokoll sowie Fotos von der Veranstaltung kommen in Kürze.

Vom 27.08.2007 bis zum 02.09.2007 fanden im slowenischen Kranj die XI. Masters-Europameisterschaften im Schwimmen statt. Neben den Schwimmwettbewerben fanden auch Wettkämpfe im Synchronschwimmen und Wasserspringen statt. Startberechtigt sind dort alle Schwimmer, die 25 Jahre oder älter sind und die vorgegebenen Pflichtzeiten erfüllen. Unter den 3846 Startern aus 32 Ländern waren mit Sabine Littwin, die zum ersten Mal an einer solchen Veranstaltung teilnahm, Jan Frobart, Frank-Dieter Noack und Frank Plamann auch 4 Sportler für den SSV Hoyerswerda am Start.Nach der Eröffnungsfeier am Montag begannen am Dienstag die Schwimmwettbewerbe. Hier waren die vier Starter mit ihren Ergebnissen im Allgemeinen recht zufrieden. Da das Belegen von Spitzenplätzen aber ohnehin unrealistisch war, war es auch nicht so schlimm unter den selbst gesteckten Erwartungen zu bleiben. Die Zeit nach den Wettkämpfen wurde zur Erkundung der Umgebung genutzt. Neben dem Besuch der Tropfsteinhöhle von Postojna ist auch der Ausflug in die Hauptstadt Ljubljana in bleibender Erinnerung geblieben. Nach einer längeren Tour durch die Stadt wollten die vier zum Auto zurückkehren. Allerdings war an dem Platz, wo sie geparkt hatten, kein Auto mehr. Nach einem Telefonat mit der Polizei war klar, dass das Auto abgeschleppt worden war. Wesentlich abenteuerlicher war dann der Anruf beim Abschleppunternehmen. Dort sprach man etwa so gut Deutsch oder Englisch wie die vier Slowenisch. Also mussten sie erstmal einen Einheimischen suchen, der mit dem Abschleppunternehmen sprach. Das war aber recht einfach, so dass wir unser Auto noch pünktlich zurück war. Abschleppen ist in Slowenien im Vergleich zu Deutschland glücklicherweise verhältnismäßig günstig... Beim großen Finale, dem Freiwasserschwimmen im See von Bled, den wir vom Hotel aus im Blick hatten, gingen am letzten Wettkampftag noch einmal Jan Frobart und Frank Plamann an den Start. In glasklarem und 22 Grad warmem Wasser waren fünf Kilometer zu absolvieren. Jan Frobart bewältigte die Strecke in 1h 15min und belegte in seiner Alterklasse Platz 17, Frank Plamann benötigte 1h 23 Minuten wurde in seiner Altersklasse 37. Die nächsten Europameisterschaften finden dann in 2 Jahren in Cádiz an der spanischen Südküste statt. (fp)
Ergebnisse im Einzelnen: Sabine Littwin: 50m Freistil: 0:38,53 (Platz 23) Jan Frobart: 50m Brust: 0:34,94 (Platz 22) 100m Brust: 1:19,48 (Platz 23) 100m Freistil: 1:04,01 (Platz 40) 200m Brust: 2:59,80 (Platz 16) 50m Freistil: 0:28,59 (Platz 46) Freiwasser: 1:15:08,21 (Platz 17) Frank-Dieter Noack: 50m Brust: 0:41,05 (Platz 35) 100m Brust: 1:31,11 (Platz 31) 200m Brust: 3:29,21 (Platz 25) Frank Plamann: 200m Lagen: 2:44,51 (Platz 25) 50m Brust: 0:34,46 (Platz 25) 100m Brust: 1:19,86 (Platz 27) 200m Brust: 2:55,21 (Platz 17) Freiwasser: 1:23:00,21 (Platz 37)
Eine Dörgenhausenerin macht in den USA Furore und verhilft einer Schule in Erie zum Besten-Status.
Wo sie das letzte Jahr verbracht hat, kann Dörte Schenk nicht verbergen: Spricht die 17-Jährige von der Schwimmart Delphin, dann sagt sie „fly“. Die Dörgenhausenerin ist gerade aus Erie zurückgekommen – der 100000-Einwohner-Stadt am gleichnamigen See im US-Bundesstaat Pennsylvania. Sie hat dort die McDowell-High-School besucht und war Mitglied im schuleigenen Schwimmteam.  
Der perfekte Zufall Es war der perfekte Zufall, dass die Schule über eine solche Mannschaft verfügt, denn Dörte Schenk ist seit frühester Kindheit Schwimmerin, startet normalerweise für den SSV Hoyerswerda. „Keine Ahnung, was ich gemacht hätte, wenn Schwimmen nicht im Angebot gewesen wäre. Volleyballfan bin ich nicht so“, sagt die junge Frau und erklärt, dass sie auch Football und Baseball eher langweilig findet. Dennoch war sie bei Schulspielen dabei und lobt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler, deren Teams unabhängig von der Sportart nach der Legende von Odysseus’ Belagerungs-Holzpferd „Trojans“ heißen: „Unsere Farben sind Weiß und Blau.“ Yards oder Meter? Beim SSV trainiert Dörte Schenk dreimal wöchentlich im Lausitzbad. Dazu kommt einmal Athletik-Training. Es ist also kein Wunder, wenn sie berichtet, die Wettkampfvorbereitung im US-amerikanischen „Keystone State“ sei während der von November bis März dauernden Schwimmsaison wesentlich härter gewesen: „Training war montags bis freitags nach der Schule jeweils von drei bis fünf. Danach war noch Krafttraining.“ Den durch die härtere Gangart erzielten Geschwindigkeitszuwachs richtig zu bemessen, ist rein mathematisch gar nicht so leicht. Dörte Schenk muss dazu erst umrechnen, denn: „...ich bin ja nur Yards geschwommen, keine Meter.“ Das bedeutet, dass eine normale Bahn nicht 25 Meter lang ist, sondern nur 22,86 Meter. Es lässt sich aber dennoch abschätzen, dass Dörtes Training nicht umsonst war. Bei den Districts, den Meisterschaften der „Pennsylvania Interscholastic Athletic Association“, erreichte sie über 100 Yard Freistil und 100 Yard Delphin jeweils sechste Plätze und hat das auch schriftlich auf zwei formschönen Holztäfelchen: „Ich fand’s cool, etwas mit nach Hause nehmen zu können. Das hatte ich nicht erwartet.“ Ihre Mädchenmannschaft belegte bei den Districts übrigens Platz eins, genau wie in der Schwimm-Liga der Schulen von Erie. Und darüber scheint sich Dörte fast noch ein wenig mehr zu freuen als über ihre persönlichen Erfolge: „Ich will ja nicht angeben, aber wir waren die beste Schule in der Region.“ Gegenbesuch ist angesagt Ganz klar, dass die 17Jährige die Jacke mit der Aufschrift „McDowell“ nun mit sehr viel Stolz durch Hoyerswerda trägt. Und es könnte durchaus sein, dass die Jacken wieder Gesellschaft bekommen. Catlin und Stephanie aus dem „Trojans“-Schwimm-Team haben nämlich angekündigt, Dörte hier besuchen zu wollen.

Von Mirko Kolodziej, Sächsische Zeitung 10.07.2007

Sundschwimm-Neuling Elisa Mattheschke und Routinier Frank-Dieter Noack waren am Sonnabend unter den insgesamt 916 Startern. Foto: Mirko Kolodziej[/caption] Stralsund. Frank-Dieter Noack wäre am Sonnabend auch die 2,3 Kilometer von Rügen nach Stralsund geschwommen. „Ist eben keine Badeveranstaltung“, sagt das 49-jährige Mitglied des Schwimmsportvereins Hoyerswerda (SSV). Aber die Ausrichter des 43. Sundschwimmens hatten anders entschieden. Die Wellen waren dermaßen hoch, dass es lediglich einen 1500 Meter langen Rundkurs vor der Hansestadt gab. Also mussten die Busse, die die Sportler nach Rügen bringen sollten, kurzfristig wieder umkehren. Zudem gab es dann in Stralsund einen etwas chaotischen Start. Jeder schwamm irgendwie los, wann er wollte. Frank-Dieter Noack hat das schon „sortierter“ erlebt. Der Lautaer startete immerhin zum 17. Mal bei einem Sundschwimmen und ist damit diesbezüglich der erfahrenste SSV-Athlet: „Das ist durch Strömung, Wind und Wassertemperatur etwas ganz anderes als in der Schwimmhalle. Und wenn unterwegs die Arme müde werden, fragt man sich, warum man sich das eigentlich antut.“  
Seine Vereinskollegin Elisa Mattheschke aus Wittichenau hat da so eine Ahnung: „Man kann testen, wie lange man in kaltem Wasser aushält“, meint die 13 Jahre alte Foucault-Gymnasiastin, die sich am Sonnabend zum ersten Mal in den Strelasund wagte. Sie hätte auch gut und gerne nur das 600 Meter lange Kindersundschwimmen bestreiten können. Jedoch verließ sie sich lieber auf den Rat der Vereinskameraden, die schon Sund-Erfahrung hatten: „Die sagten, das macht Spaß.“ Frank-Dieter Noack würde das unterschreiben, sieht die Sache aber differenziert: „In den Wellen braucht es einen ganz anderen Schwimmstil, eine andere Technik. In der Halle würde mich damit jeder Trainer aus dem Wasser ziehen.“ 17 Grad Wassertemperatur Er muss das wissen. Immerhin hat er schon vor 43 Jahren beim ASV Kamenz mit dem Schwimmen begonnen. Elisa dagegen trainiert erst fünf Jahre und sagt, sie sei eigentlich keine Langstrecklerin. Deshalb waren die Gefühle vor der Premiere zwiespältiger Natur: „Im Bus war ich ein bisschen aufgeregt. Als es dann hieß, dass das Schwimmen ausfällt, war ich enttäuscht. Und dann war ich ganz froh über die verkürzte Strecke. Zum Ausprobieren war das gut so.“ Das von ihren Freunden Elli genannte Mädchen kam als 157. aus dem Wasser. Knapp zweieinhalb Minuten später konnte Frank-Dieter Noack sich als 262. sein gelbes Finisher-Handtuch über die Schultern legen lassen. „Tolle Leistung“, sagt er mit Blick auf die 19:47 Minuten, die Elisa für die 1500 Meter im 17 Grad kalten Salzwasser benötigt hat. Er selbst will so lange an die Ostsee fahren, wie es geht. Die älteste Sundschwimmerin, Margot Schmidt aus Düsseldorf, zählt schon 80 Jahre. Hoyerswerdaer: Christian Haase (15) 18:35min., Susann Haase(20)19:15, Elisa Mattheschke (13) 19:47, Christian Litwiakow (50) 20:36, Peter Jurischka (18) 21:21, Johannes Koch (19) 22:10, Frank-Dieter Noack (49) 22:11, Andrea Brock (30) 22:31, Eric Nickol (14) 24:42, Dörte Schenk (17) 25:28, Peter-Paul Heym (23) 26:40, Julia Schiemenz (20) 26:50, Oliver Schmalz (22) 26:51, Marilyn Wenk (20) 27:50, Frank Plamann (31) 28:33, Jan Miroslaw (34) 31:31, Maik Schulz (22) 31:55, Hagen Linke (34) 36:13, Andreas Frank (31) 47:44, Henry Gelardi (17) 51:47, Jan Frobart(35) 51:59
Am 11. Dezember fand in Marienberg der 10. Erzgebirgs-Schwimmcup statt, bei dem Sportler unseres Vereins das zweite Mal an den Start gingen. Aufgrund des weiten Wegs und der damit verbundenen langen Fahrt, war der Treff schon um 5.15 Uhr. Das große Freizeitbad „Aqua Marien“ mit nur 4 25-m-Bahnen war gut gefüllt. Mit 11 Teilnehmern gehörten wir eher zu den kleineren Vereinen und haben dafür erfolgreich abgeschnitten. Für einige war es der erste Wettkampf mit Einstart-Regel. Charlotte Blenk (’96) war so aufgeregt, dass sie bereits vor dem Startsignal loslegen wollte und deshalb zweimal disqualifiziert wurde. Beim dritten Start sprang dann aber doch erfreulicherweise eine Silbermedaille auf 50m Brustschwimmen heraus. [nggallery id=5] Es wurden an diesem Tag besonders viele gute Bestzeiten geschwommen. Philipp Schneider (’97) gehörte auch dazu, er hatte nur leider das Pech mit bis zu 2 Jahre älteren Sportlern zusammengewertet zu werden. Unsere Mix-Staffel über 4x50 Lagen erreichte den 3. Platz. Weitere Medaillengewinner waren Elisa Matteschke (’93), Stefan Rosenbach (’95), Eric Nickol (’93), Christian Haase (’92). Die späte Heimfahrt bei viel Nebel haben alle gut überstanden und waren am nächsten Tag zu unseren Offenen Vereinsmeisterschaften schon wieder früh im Lausitzbad.
Von Mirko Kolodziej, Sächsische Zeitung 17.04.2007

Kristin Schiemenz stand in Berlin zwei Mal im Finale.

Zum Ende der 119. Deutschen Schwimm-Meisterschaften im Berliner Europasportpark legte Trainerin Eva Herbst ihrem Schützling Kristin Schiemenz den Arm um die Schulter und meinte: „Ich bin ein bisschen zufrieden.“ Die 18-Jährige aus Zeißig stimmte zu: „Die Platzierungen waren in Ordnung, die Zeiten allerdings etwas langsam. Aber ich war auch lange krank.“Nach dem Trainingslager im Herbst in 2000 Metern Höhe im mexikanischen San Luis Potosi ging es ganz gut vorwärts. Bei den Deutschen Wintermeisterschaften in Hannover wurde Kristin Schiemenz im Finale über 200 Meter Rücken Achte, über die halbe Distanz Siebte. Sie schwamm nach und nach immer schneller, bis im März ein Virus zuschlug. „Vier Wochen konnte ich nicht trainieren“, sagt die Schwimmerin: „Und mit jeder Woche gehen Ausdauer, Kraft und Wassergefühl verloren.“ Doch Aufstecken ist ihre Sache nicht. Mit Bundestrainer Örjan Madsen hat Kristin Schiemenz zwar kaum zu tun, doch fühlt sie sich von seiner Kritik an den Nachwuchsstars, die jungen Schwimmer hätten nicht genügend Biss, durchaus angesprochen: „Wir heulen zu viel herum, quälen uns nicht genug.“ Starker Tobak von jemandem, der im Training schon mal 45Kilometer pro Woche schwimmt. Immerhin weiß die Zeißigerin: Ohne ausreichende Qualen droht das, was sie „Ertrinken“ nennt. Dann sind die Beine schwer, die Fähnchenleine entfernt sich nur in Zeitlupe: „Man denkt, dass man nie ankommt.“ Und Ankommen ist ihr schon als Minimalziel zu wenig. Im Juni geht es nach Dortmund zur Deutschen Jahrgangsmeisterschaft.

 

Bei den Deutsche Meisterschaften in Berlin hat Kristin Schiemenz heute in 1:05,42 über 100m Rücken den 6. Platz belegt. Bereits am Mittwoch hatte sie über 200m Rücken in 2:21,43 den gleichen Platz erreicht.

Im Supersprint der Damen gab es eine Neuauflage des Vorjahresfinales. Mandy Langer vom SC Riesa setzte sich wie auch schon im Vorjahr gegen Kristin Schiemenz vom gastgebenden SSV Hoyerswerda durch. Bei den Männern gewann Johannes Koch vom SSV Hoyerswerda das Finale gegen Benjamin Schulz vom SV Lok Görlitz. Das Protokoll gibt es rechts im Downloadbereich.

Von Mirko Kolodziej - Sächsische Zeitung, Freitag, 24.11.2006 Schwimmen. Der SSV Hoyerswerda schickt einen Routinier und einen jungen Senkrechtstarter zur WM der Behinderten. Schwimmer lieben Wasser, das nicht allzu kalt ist. Trotzdem werden Jan Miroslaw und Roy Tobis vom Schwimmsportverein Hoyerswerda (SSV) nicht in den Indischen Ozean steigen. Der 16-jährige Tobis sagt knapp: "Da herrscht akute Hai-Gefahr." Der Foucault-Schüler und sein 33 Jahre alter Vereinskollege fliegen am Sonntag aber ohnehin nicht zur Erholung nach Durban. Sie sind vielmehr unter den 550 Athleten aus 50 Ländern, die in Südafrika bei den Weltmeisterschaften der behinderten Schwimmer um Medaillen ringen. Beide werden über 100 Meter Rücken ebenso ins Wasser gehen wie über 50 und 100 Meter Freistil. Miroslaw, dem ein Bein fehlt, hat außerdem Chancen, in der 4×100-Lagen-Staffel über die Rückendistanz anzuschwimmen. Der jüngere WM-Teilnehmer aus Hoyerswerda, der einen verkümmerten Unterschenkel hat, steht für die 4×100- Meter-Freistil-Staffel parat. Roy Tobis sagt, er sei im Moment sportlich sehr gut drauf und wenig nervös: "Aber wer weiß, wie das sein wird, wenn ich im Flugzeug sitze?" Er wird immerhin zum ersten Mal zu einem Wettkampf so weit reisen. Trainer Jan Frobart erzählt, sein Schützling sei über 100 Meter Freistil inzwischen unter den Schwimmern mit Handicap deutschlandweit die Nummer zwei: "Das ist schon etwas Besonderes. Mein Ziel für ihn ist Peking. 2008 sind dort die Paralympics. Ohne Training ist das genauso wenig zu machen wie eine Weltmeisterschaft. Und so haben Tobis sowie Miroslaw in den vergangenen Monaten sieben Mal pro Woche im Lausitzbad trainiert. Miroslaw, der lächelnd meint, er sei "schon ein Schwimm-Opi", erzählt außerdem vom sommerlichen Ausdauertraining im Knappensee: "Wir sind zwischen Särchen und der Steilküste hin und her geschwommen. Das hat gute Polster gebracht." Der Routinier, der schon bei zahlreichen internationalen Wettkämpfen war, darunter den Paralympics 1992 in Barcelona, war zuletzt ein wenig unzufrieden mit sich selbst. Aber Trainer Jan Frobart beruhigt: "Von der Trainingsphase her war das in Ordnung. Die Schnelligkeit kommt im Schlusstraining mit dem Schwimmen in kurzen Intervallen." Zunächst müssen sich beide Athleten aber erst einmal auf das Wettkampfbecken einstellen, das nach internationalen Normen 50 Meter lang ist, denn, so Miroslaw: "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier." Und wegen des Trainings im nur halb so großen Lausitzbad-Bassin gibt es bei internationalen Wettbewerben schon mal den Drang, bereits nach der Hälfte zu wenden.

In der Schwimmhalle wurden wir mit Begeisterung und großen sportlichen Erwartungen empfangen. Anfangs ging es noch etwas zurückhaltend zu, aber nach ein paar Starts und ersten „Gesprächen“, die eher Pantomime ähnelten, lockerte sich die Stimmung auf und es wurde gemeinsam angefeuert. Jedoch musste in jedem Wettbewerb hart gekämpft werden, denn keinem wurde der Sieg geschenkt. In vier Stunden wurden alle Strecken absolviert. Die Siegerehrungen wurden von euphorischem Gejubel der polnischen Sportler begleitet.

Anfangs erstaunte uns das, da wir diese Emotionen von unseren Wettkämpfen nicht kannten. Aber bald ließen wir uns mitreißen. Trotz der sprachlichen Defizite entstanden Freundschaften, welche mit einem sportlichen Händedruck nach Abschluss des Wettkampftages gefestigt wurden. Die Auswertung ergab ein erfreuliches Ergebnis: neun goldene, fünf silberne und fünf bronzene Medaillen wurden mit guten Leistungen aller Hoyerswerdaer Sportler erschwommen.