SSV HOYERSWERDA E.V.

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von Anja Guhlan

In Sekundenschnelle zieht Charlotte Dörr die 50-Meter entlang. "Hierbei kommt es auf Schnelligkeit und Schnellkraft an.", sagt die 28-jährige. Im Anschluss trainiert sie dann noch die 100-Meter Strecke, wo die Taktik und das Einteilen der Kräfte eine größere Rolle spielen als auf der 50er Strecke. Die Brustschwimmerin will bei der Masters-WM in Budapest im August, an der sie mit vier weiteren Frauen des Schwimmsportvereins (SSV) Hoyerswerda teilnimmt, unbedingt die 50-Meter unter 40 Sekunden und die doppelte Distanz unter 1:30 Minuten absolvieren. "Das wären dann meine Bestzeiten", sagt die Lautaerin lächelnd.
Generell ist es Charlotte Dörrs Anspruch, immer wieder ihre Rekordmarken zu knacken. "Mir macht das Schwimmen sehr viel Spaß und das treibt mich auch an", so die Athletin, die zwei Mal die Woche zum Schwimmtraining geht und auch mehrmals die Woche beim Krafttraining ihre Muskeln aufbaut.

charlieBeim SSV in Hoyerswerda ist sie von den Sportlerinnen, die nach Budapest fahren dürfen, mit ihren 28 Jahren die jüngste. Und auch diejenige, die am kürzesten dabei ist. Denn Charlotte Dörr hat mit dem aktiven Schwimmsport erst vor etwa zwei Jahren begonnen. "Ich kam durch meine Freundin Marylin Wenk dazu. Zuvor war ich bei der Wasserwacht als Rettungsschwimmerin aktiv", erzählt sie und fügt hinzu: "Ich bin schon immer eine kleine Wasserratte gewesen." Sie schmunzelt und zeigt auf ihr Fischschuppen-Tattoo am Oberarm.Gelernt hat sie das Schwimmen von ihren Großeltern noch vor dem Eintritt in die Schule. "Aus dem Wasser war ich noch nie so leicht heraus zu bekommen." Am liebsten praktiziert sie das Brustschwimmen. In dieser  Disziplin wird Charlotte Dörr auch bei der Masters-WM antreten. "Charlotte weiß, worauf es ankommt, sie schwimmt mit einer guten Kombination aus Kraft und Technik und ist technisch fast perfekt", heißt es von Florian Glatter aus dem Hoyerswerdaer Verein. Mit einer Platzierung rechnet die junge Schwimmerin dennoch nicht. 9000 Athleten werden bei der Masters-WM in Budapest antreten. "Die Konkurrenz mit wahrhaften Schwimmgrößen, die dort das Becken füllen werden, ist einfach zu groß", schätzt sie ein. "Dabei sein ist alles. Das Gefühl dort antreten zu können, wird umwerfend sein", freut sie sich. Bereits 2016 durfte sie bei der EM in London antreten. Inzwischen hat sie schon nahezu 30 Medaillen bei diversen Wettkämpfen erschwommen.
"Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Mitschwimmer oder Freunde einen anfeuern. Es ist die Gemeinschaft, die mich pusht", sagt Charlotte Dörr, die auch ihren Freundeskreis im und um das Wasser herum gefunden hat.
Für die Masters-WM in Budapest wird jetzt weiter fleißig und hart trainiert. So zieht Charlotte Dörr erst einmal weiter ihre Bahnen.

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Der Schwimmsportverein zählt 180 Mitglieder aufgeteilt in drei Trainingsgruppen. Zur Masters-WM nach Budapest werden fünf Athletinnen des Vereins fahren, die sich für diese Meisterschaft durch bestimmte Richtzeiten qualifiziert haben. Neben Charlotte Dörr werden Marylin Wenk, Anne Neumann-Novak, Katja Schimke und Ines Stolz mit bei der Master-WM starten. Der Hoyerswerdaer SSV kämpft wie viele andere Vereine auch um Nachwuchs. Neulinge sind deshalb stets willkommen und können an einem Schnuppertraining teilnehmen. Interessenten können sich unter der Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden, um weitere Informationen zu erhalten.

 
Die fünf Master-WM Teilnehmer mit dem Vereinsvorsitzenden Jan Frobart bei der EM 2016 in London.