Das Hoyerswerdaer Langstreckenschwimmen konnte der SSV Hoyerswerda am 29.01.2005 im Palm Springs Lausitzbad erfolgreich durchführen. Sportler aus Senftenberg, Kamenz und Hoyerswerda kämpften zum letzten mal um die Titel auf den "Langen Kanten". Im nächsten Jahr soll das Langstreckenschwimmen durch ein zweitägiges Schwimm-Meeting abgelöst werden.

Am letzten Wochenende fand in Görlitz das 12. Sprintmeeting im Schwimmen statt. Zwölf Schwimmer des SSV Hoyerswerda folgten der Einladung des SV Lok Görlitz. Das Besondere an diesem Sprintmeeting war, dass die Sportler zusätzlich zu den Medaillen auch Sachpreise gewinnen konnten. In einzelnen Läufen waren Duschbäder, Handtücher und sogar Uhren zu gewinnen. Geschwommen wurden Vorläufe und Finale über die 50 Meter Strecken in allen Lagen, das heißt Schmetterling, Rücken, Brust und Kraul.

Alle Hoyerswerda Teilnehmer nahmen die Vorlauf-Hürde und qualifizierten sich für die Finalläufe am Nachmittag. In der offenen Klasse dominierte der SSV Hoyerswerda vor allem durch die hervorragenden Leistungen von Johannes Koch, Julia und Kristin Schiemenz. Johannes war in allen Lagen der Stärkste gewann vier Mal Gold in überzeugender Art und Weise. Kristin Schiemenz bewies abermals ihre Stärke im Rückenschwimmen, hier war sie, wie auch im Kraulschwimmen nicht zu schlagen. Über 50 m Schmetterling musste sie ihrer Schwester Julia den Vortritt lassen, obwohl sie im Vorlauf die Schnellere gewesen war. Eine zweite Goldmedaille errang Julia über die 50m Brust Strecke. Insgesamt gewannen die Hoyerswerdaer 15 Mal Edelmetall, Jan Frobart (Bronze , 50m Brust), Henry Gerlardi (Silber, 50m Rücken), Hardy Krüger (Bronze, 50m Rücken) und Kristin Gelardi (2x Bronze). Die abschließende Staffel der Männer über 4x 50 m Lagen gewannen die Hoyerswerdaer Schwimmer mit deutlichem Abstand. Da der SSV Hoyerswerda die jüngsten Altersklassen in diesem Wettkampf nicht besetzte, ging die Mannschaftswertung an den gastgebenden Verein, der SSV Hoyerswerda belegte Rang 2. Der Trainer Jan Frobart zeigt sich überrascht ob der geschwommenen Bestzeiten, damit hatte man nach 3 Wochen Training noch nicht gerechnet. Am 6. November wird der SSV Hoyerswerda nach Görlitz zurückkehren und am Staffelpokal des Post SV Görlitz teilnehmen.

Kraulen, Essen, Schlafen und Lernen beim Schwimmmarathon im Lausitzbad / 50 Meter fehlten dem SSV zum Sieg
von Hagen Linke
 
Hoyerswerda. Werbung braucht Jan Frobart nicht machen. Das 24-Stunden-Schwimmen ist ein Selbstläu­fer, sagt der Chef des Schwimm­sportvereins Hoyerswerda (SSV). Kaum steht die Ausschreibung im Internet, melden sich die ersten Gastvereine an. Neun Mannschaf­ten waren es, die Sonnabend Punkt 11 Uhr in das 25-Meter-Becken des Lausitzbades hüpften und loskraulten, als ob sie einen Sprintpokal gewinnen wollten. Den gab's nicht. Ausdauer war gefragt und Taktik. Die SSV-Schwimmer wussten genau, wann sie ins Wasser mussten: Der Einsatzplan, drei A-4-Zettel, hing gleich am Beckenrand. Lang­weilig wurde es nie. "Muss Hausauf­gaben machen", sagte Kristin Schiemenz (15), als sie um 21 Uhr aus dem Wasser kam. "Englisch." Schwester Julia (17) zog es eher zum Grill, der draußen neben den Zelten aufgebaut wurde. Ein paar Steaks ergatterten auch Toralf und Lars, die bei­den DJ´s. Sechs CD-Koffer hatten sie mit. Und gute Laune. Gegen die Müdigkeit gab's Kaffee, "Red Bull" und ein kleines "Schlummerstündchen". Mit Siegambitionen kam der Post SV Görlitz von der Neiße an die Elster. Der Vorjahresdritte lag gestern Morgen knapp vorn. Um 8.05 Uhr knackte die 24-köpfige Mannschaft die 100-Kilometer-Marke. Der Vorjahressieger SSV, knapp dahinter, holte auf. Hauchdünnes Finish kurz vor 11 Uhr: Mit 50 Metern Vorsprung (!) gewannen die Görlitzer. "Ein paar Minuten mehr und wir hätten sie erwischt", sagte Jan Frobart. Kleiner Trost: Der Nachtpokal, erschwommen zwischen 23 und 24 Uhr, ging an den SSV.
 
Packendes Finale nach 115 Kilometern Beim 24-Stunden-Schwimmen musste sich der Gastgeber um 50 Meter geschlagen geben von Gunnar Schulze 
Reichliches Getümmel herrschte bereits am Samstagvormittag im Lausitzbad Hoyerswerda, als Jan Frobart die insgesamt neun Teams auf die 25-Meter-Bahn-Strecke schickte. Genau 24 Stunden lang ging es nun darum, möglichst viele Kilometer zu schrubben. Dabei hatten sich die Mannschaften bestens auf dieses lange Stelldichein bei idealen Bedingungen eingestellt. Zelte, Pavillons und zusätzlich geschaffene eigene Verpflegungsstützpunkte sorgten besonders in den Abend- und Nachtstunden des kräftezehrenden Treibens im Wasser dafür, dass die Athleten ihren Akku immer wieder aufladen konnten. Mit reichlich Musik hatten sich zuvor die DJs Toralf und Lars eingedeckt, die die Sportler während ihrer Mammutveranstaltung begleiteten. "Das ist schon ein deutlicher Qualitätssprung, den wir zu verzeichnen haben. Waren es im vergangenen Jahr noch fünf gestartete Mannschaften, konnten wir in diesem Jahr diese Quote deutlich steigern, obwohl wir für diese Veranstaltung kaum zusätzlich Reklame gemacht haben. Doch die Güte des Wettbewerbes scheint sich schnell rumzusprechen. Jede Mannschaft hat ihr eigenes Terrain und wird nicht durch andere Teams beeinflusst - nur einen Vorteil unseres 24-Stunden-Schwimmens", erzählt Jan Frobart. Gerade in den Nachtstunden war Durchhaltevermögen bei den Athleten gefragt. Den Nachtpokal, der zwischen 23 und 24 Uhr ausgetragen wurde, heimste kurzerhand der Gastgebende Schwimmsportverein ein, bevor ein kostenloses Frühstück dann allen Teilnehmern den Morgen versüßte. Um exakt 8.05 Uhr konnte die magische 100-Kilometer-Marke durch die 24-köpfige Mannschaft des SV Post Görlitz geknackt werden. Die Hoyerswerdaer waren den Gästen zu diesem Zeitpunkt dicht auf den Fersen. Doch trotz eines tollen Schluss-Spurts fehlten den Hausherren am Ende der 24 Stunden, in denen 115 Kilometer zurückgelegt wurden, ganze 50 Meter, um auf dem Medaillentreppchen ganz oben zu stehen. Dennoch fielen die Bewertungen rundherum positiv aus. "Es war erneut ein tolles Stelldichein, bei dem der Spaß absolut im Vordergrund stand. Und ich denke, dass alle Beteiligten auf ihre Kosten gekommen sind", so Jan Frobart.

Erfolgreich gebibbert kalte 17 Grad bei Sundschwimmen in der Ostsee (Sächsische Zeitung)

"Es gibt einen Tag im Jahr", hatte Andrea Brock vom Schwimmsportverein Hoyerswerda (SSV) am Freitag geulkt, "da ist man froh, wenn man etwas mehr Speck auf den Rippen hat. Das hält warm." Die 27-Jährige war mit gut einem Dutzend Vereinskameraden an die Ostsee zum Sundschwimmen gefahren.

Zum 40. Mal wurden die Sundschwimmer am Sonnabend auf den 2,3 Kilometer langen Weg von Altefähr auf Rügen nach Stralsund geschickt. Das Wasser war nach offizieller Lesart 17 Grad kalt. Allerdings fühlte es sich für die meisten noch etwas kühler an. Also schmierten sich die SSV-Schwimmer zum Kälteschutz, wie fast alle anderen 870 Starter auch, dicke Schichten Melkfett auf die sauber rasierten Körper. Allerdings sollten sie zum Schluss dann doch Bibber-Schwimmer sein, die das Wärmezelt dringend nötig hatten. Schnellster SSV-Starter war Vereinschef Jan Frobart (32), der als 23. mit 33:19 Minuten knapp acht Minuten nach dem Sieger Toni Franz aus Leipzig aus dem Sund stieg. Frobart war zum zwölften Mal dabei und freute sich über "ideales Wetter". Platzregen, stürmischer Wind und Wellengang seien für ihn, sagt er "Idealbedingungen. Ich mag Wetter zum Schwimmen, bei dem die anderen abkotzen." Der 17-jährige Tilo Schmidt war eine knappe Minute langsamer als Frobart und belegte damit Platz 32. Schnellste SSV-Frau wurde Kirsten Schenk (19), die 35:39 Minuten brauchte, damit sechs Minuten langsamer war als die Erstplazierte Jenny Wachsmuth aus Dresden und in der Gesamtwertung auf Rang 46 einkam. Ganz besonders freute sich die SSV-Truppe über den 213. Platz des 17-jährigen Hary Krüger. Er schaffte die 2 315 Meter im dritten Anlauf aus eigener Kraft in 44:39 Minuten. Voriges und vorvoriges Jahr musste er unterwegs aufgeben und sich von einem der Begleitboote an Land bringen lassen. Der junge Mann war nur zum Teil mit sich zufrieden: "Das war schon gut. Und Jan hatte sich das so gewünscht. Aber weil das Wetter nicht so ideal war, hätte ich es ja eigentlich in den vergangenen beiden Jahren auch schaffen müssen." Das 41. Sundschwimmen im nächsten Jahr hat Hardy schon eingeplant. Er hat dafür nur einen Wunsch: "Wärmeres Wetter und endlich mal keinen Regen." (mk) Die weiteren SSV-Platzierungen: 86. Susann Haase (17) 38:47, 94. Marcus Herrmann (27) 39:08, 128. Julia Schiemenz (17) 41:06, 130. Johannes Koch (16) 41:08, 152. Andrea Brock (27) 42:02, 247. Frank-Dieter Noack (47) 45:28, 250. Frank Plamann (28) 45:35, 314. Peter-Paul Heym (20) 47:14, 362. Marilyn Wenk (17) 48:36, 364. Maik Schulz (19) 48:39, 458. Silvia Willinger (39) 51:17. Keine Meuterei auf der "MS Klaus Störtebeker" Zum 40. Sundschwimmen hat sich der Schwimmsportverein Hoyerswerda etwas Besonderes ausgedacht. All die Jahre zuvor wurde in den Sporthallen der Stadt Stralsund übernachtet. Dieses Jahr schliefen die 21 Teilnehmer, wie es sich in einer Hansestadt gehört, auf einem Schiff. Gleichzeitig nutzten die Schwimmer es als Treffen von aktiven und ehemaligen Schwimmern des SSV. So kam ein Teil aus Leipzig, Aschaffenburg, Berlin, Hamburg und München. Quartier für die drei Tage war das Motorschiff "Klaus Störtebeker", das direkt im Hafen von Stralsund liegt. Am Samstag ging es dann bei wechselhaftem Wetter zum Sundschwimmen. Bei diesem Wettkampf wird von Altefähr auf der Insel Rügen nach Stralsund geschwommen. Die Entfernung beträgt 2,30 Kilometer durch offenes Gewässer. Der schnellste SSV-Schwimmer war Vereinschef Jan Frobart in einer Zeit von 33:19 Minuten. Der 32-jährige zeigte damit seinen Schützlingen, dass er immer noch gut in Form ist. In der Gesamtwertung ergab das den 23. Platz. Kurz danach kam Tilo Schmidt (34:13 min) als 32. ins Ziel. Die schnellste Frau aus Hoyerswerda war Kirsten Schenk mit einer Zeit von 35:39 min. Sie erschwamm sich einen hervorragenden 6. Platz in der Altersklassenwertung. Dabei hatte sie wegen des eiskalten Wassers (offiziell 17 Grad), Platzregens, Sturms und heftigen Wellengangs mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. "Stellenweise habe ich mich ziemlich verloren gefühlt, weil ich niemanden um mich herum hatte.", sagte Kirsten. Weitere Platzierungen waren: Susann Haase (86), Marcus Herrmann (94), Julia Schiemenz (128), Johannes Koch (130), Andrea Brock (152), Marilyn Wenk (212), Maik Schulz (213), Frank-Dieter Noack (247), Frank Plamann (250) und Silvia Williger (458). Eine ganz besondere Leistung hat Hardy Krüger vollbracht. Er hat die Distanz im dritten Anlauf aus eigener Kraft geschafft und brauchte die motorisierte Hilfe der Begleitboote nicht. "Na klar bin ich stolz auf meine Leistung. Schon weil die Bedingungen nicht so toll waren.", sagte Hardy. Auch dieses Jahr hatten die Schwimmer aus Hoyerswerda aber einen Starter dabei, der es, wie 20 andere Athleten auch, nicht allein bis ins Ziel schaffte. Mit dem dritten Mal als "Bootsfahrer" hält Marcel Köder den inoffiziellen Rekord des SSV Hoyerswerda. Im nächsten Jahr hat er sich allerdings ganz fest vorgenommen, den Sund selbstständig zu überqueren. Einen netten Abend verbrachten die Sundschwimmer vom SSV Hoyerswerda auf der MS "Störtebeker" und schwankten in den nächsten Morgen. (Sundschwimmer)